Wiki-Glossar
Dieses Glossar ist eine Liste von Begriffen mit beigefügten Bedeutungserklärungen oder Übersetzungen und dient dazu die Einträge im Wiki des Eine Welt-Promotor*innen-Programms möglichst einheitlich zu definieren.
Ergänzend findet ihr hier ein Verzeichnis gängiger Abkürzungen der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit und des Promotor*innen-Programms.
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Aktivitäten (activities)
Aktivitäten sind Tätigkeiten, die durch den Einsatz von Mitteln zur Erbringung bestimmter Leistungen eines Projektes führen. Eine Leistung kann aus verschiedenen Aktivitäten bestehen.
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Antragssteller
Bei der Antragstellung stellen die Projektträger einen Antrag auf Förderung. Auf Bundesebene ist dies für das Promotor*innen-Programm beispielsweise die agl.
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Geldgeber
Verschiedene Förderinstitutionen finanzieren entwicklungspolitische Projekte, wie beispielsweise Engagement Global gGmbH des BMZ, kirchlich oder politisch angebundene Fonds und Stiftungen.
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Inputs
Bezeichnet die technischen, materiellen und finanziellen Mittel, die im Rahmen eines Projektes eingesetzt werden.
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Kooperations- und Vernetzungspartner*innen
Kooperations- und Vernetzungspartner*innen sind an der Umsetzung der Projektaktivitäten beteiligt.
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Leistung (output)
Leistungen sind Angebote, Produkte und Dienstleistungen, die Promotor*innen, das Projekt oder die Multiplikator*innen zur Verfügung stellen. Die Leistungen werden zur Erreichung einer Wirkung erbracht.
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Leistungsbereich
Leistungen können in inhaltliche Gruppierungen zusammengefasst werden. Ein Leistungsbereich kann beispielsweise die Bereitstellung von entwicklungspolitischen Informationen durch verschiedene Leistungen (Newsletter, Verteiler, Ausstellungen etc.) sein.
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TOP „Organisation des PP“ auf den Arbeitstreffen der Netzwerkkoordination
Das Treffen der Koordinator*innen des PP ist ein maßgebliches Steuerungsgremium des Promotor*innen-Programms. In ihm kommen alle Netzwerkkoordinator*innen sowie die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl) e.V. und die Stiftung Nord-Süd-Brücken zusammen. Dieses Gremium hat vor allem für die partizipativen und koordinierten Prozesse aller beteiligten Akteure auf sämtlichen Ebenen eine sehr wichtige Rolle.
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Nachhaltigkeit
Eine erwünschte Wirkung ist dann nachhaltig, wenn die erzielten Veränderungen langfristig gesichert werden.
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Nutzung der Leistung (intermediate outcome)
Ergebnisbezogene Zwischenziele. Beschreibt die Art und Weise, wie die Zielgruppe die Leistung nutzt.
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Problem
Beschreibt einen Zustand mit Hindernissen, der eine Veränderung erfordert.
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Programm
Ein Programm umfasst thematisch oder zeitlich aufeinander abgestimmte Einzelvorhaben.
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Programmbeirat
Der Programmbeirat fungiert als fachliches Beratungsgremium des Promotor*innen-Programms. Er berät die Programmträger bei der Durchführung des Programms und beschließt Empfehlungen. Die 14 Mitglieder des Beirats sind Vertreter*innen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Länder, des Städtetags, der Promotor*innen, der MDO, der Kirchen, der Engagement Global gGmbH sowie Vertreter*innen aus den Bereichen Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
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Projekt
Ein Projekt ist ein einmaliges Vorhaben, welches eine beabsichtigte Wirkung bei der Zielgruppe hervorrufen soll. Es ist zeitlich, finanziell und personell begrenzt, grenzt sich gegenüber anderen Vorhaben ab und weist eine projektspezifische Planung auf.
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Projektmonitoring und Evaluation
Die Projektbegleitung und –auswertung soll zum einen Daten über den Projektverlauf liefern, welche einen Bezugspunkt für weiteres Handeln bieten. Das Ergebnis des Projektes soll dadurch verbessert werden. Es dient zudem der Transparenz und der Verbreitung von Lessons Learnt und Best Practices.
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Projektträger
Projektträger sind für die Projektbegleitung und –abwicklung zuständig. Projektträger stellen den Antrag auf Förderung (Antragsteller) eines Vorhabens. Dabei muss unterschieden werden zwischen dem Verein als Projektträger/ Antragssteller und dem Projektvorhaben. Vereinsausgaben können nicht als Projekt gefördert werden. Gefördert werden nur Ausgaben des konkreten Projektes, mitunter auch dessen Verwaltung und Buchhaltung.
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Querschnittsthemen
Viele Themen lassen sich nicht auf einen Bereich einengen und können daher nicht singulär behandelt werden. Bei der Projektplanung sollten daher beispielsweise auch Fragen der Chancen(un)gleichheit oder Gender-Aspekte mitgedacht werden.
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Situationsanalyse (kontextgebende Rahmenbedingungen)
In der Situationsanalyse beschreiben die Promotor*innen und Antragssteller*innen gemeinsam mit den Landesnetzwerken den entwicklungspolitischen Ist-Zustand. Dabei werden Themen und Regionen mit engem Bezug auf die wesentlichen Zielgruppen ermittelt.
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Stakeholder
Sind alle Personen(gruppen), die gegenwärtig oder in Zukunft direkt oder indirekt von einem Programm betroffen sind und deswegen ein berechtigtes Interesse an dessen Verlauf und Ergebnis haben.
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Veränderung
Eine Veränderung beschreibt eine Transformation, Änderung oder Neugestaltung einer Situation, eines Zustands oder Verhaltens. Eine Veränderung wird sichtbar und messbar, wenn sie mit dem vorherigen Zustand verglichen wird.
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Vision
In der Vision wird der Soll-Zustand für die Zielgruppe formuliert. Dieser beschreibt wünschenswerte indirekte Wirkungen, die langfristig erzielt werden sollen.
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Wirkungsorientierung
Die Wirkungsorientierung fokussiert auf positive Veränderungen oder Impulse, die abhängig von dem definierten Problem bei der Zielgruppe auftreten sollen. Im Gegensatz zur Zielorientierung übernimmt eine wirkungsorientierte Projektplanung nicht nur Verantwortung für durchgeführte Aktivitäten, sondern auch für unmittelbare Veränderungen bei der Zielgruppe. Damit sollen von Anfang an mögliche nicht beabsichtigte, negative Wirkungen von Projekten mitgedacht und bereits bei der Projektplanung möglichst ausgeschlossen werden.
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Zielgruppe
Eine Zielgruppe ist ein bestimmter Personenkreis, an den sich die Leistungen eines Projektes richten, um deren Situation zu verändern.
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Zielorientierung
Bei der Zielorientierten Projektplanung werden Maßnahmen auf ein Ziel hin orientiert. Dabei steht im Fokus, was der*die Projektverantwortliche oder der Verein erreichen möchte. Bei der Umsetzung des Projekts wird nur eine konkrete Verantwortung für die Durchführung der Aktivitäten übernommen.
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Zivilgesellschaft
Zivilgesellschaft umfasst den Bereich einer Gesellschaft, der zwischen dem privaten, dem wirtschaftlichen und dem staatlichen Sektor angesiedelt ist. Engagierte Bürger*innen schließen sich freiwillig zu Verbänden, Vereinen, Initiativen, sozialen Bewegungen u.ä. zusammen und verfolgen ein werte- und gemeinwohlorientiertes Interesse ohne Gewinnorientierung.
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Zuwendung
Zuwendungen sind Leistungen des Bundes zur Erfüllung bestimmter Zwecke.
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