Ein Highlight der Fachpromotorin für öko-soziale Beschaffung, Lea Kessler, war das Faire Seilbahnfrühstück in Koblenz. Dafür wurde bewusst ein ungewöhnliches Format gewählt, um neue Begegnungen zu ermöglichen und bestehende Strukturen weiterzuentwickeln. Die Organisation erfolgte in enger Kooperation mit der Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Koblenz, der Fairtrade-Steuerungsgruppe des Landkreises Mayen-Koblenz sowie dem Weltladen Koblenz. Diese Zusammenarbeit erwies sich als besonders gewinnbringend, da unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Netzwerke gebündelt werden konnten.

In einer Gondel der Koblenzer Seilbahn kamen Akteur*innen aus Verwaltung, Bildung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu einem gemeinsamen Frühstück zusammen. Viele von ihnen kannten sich zuvor nicht oder hatten bislang kaum Berührungspunkte. Gerade die besondere Situation eines gemeinsamen Frühstücks in Bewegung, über den Dächern der Stadt und in zufällig zusammengestellten Gesprächskonstellationen schuf eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre. In kurzer Zeit entstanden intensive Gespräche über Fairness im Alltag, im beruflichen Kontext und in der Stadt Koblenz. Dabei ging es nicht nur um den Austausch von Perspektiven, sondern auch um konkrete Fragen: Wie kann Fairness im eigenen Arbeitsumfeld umgesetzt werden? Wo gibt es Anknüpfungspunkte für gemeinsames Handeln? Und welche Rolle kann der Faire Handel dabei spielen?

Ein zentrales Ergebnis der Gespräche war die Vernetzung der Teilnehmenden über ihre jeweiligen Arbeitsbereiche hinaus. Es wurden neue Kontakte geknüpft, bestehende Verbindungen gestärkt und erste konkrete Ideen für Kooperationen entwickelt. So entstand beispielsweise der Impuls für eine Zusammenarbeit zwischen dem Weltladen und der Universität Koblenz mit dem Ziel, die Universität auf dem Weg zur Fairtrade University zu begleiten.

Das Format ist besonders geeignet, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Verständigungsprozesse anzustoßen. Verwaltung, Zivilgesellschaft und Bildungseinrichtungen konnten ihre jeweiligen Blickwinkel einbringen und voneinander lernen. Dies stärkt langfristig die Grundlage für abgestimmtes Handeln und gemeinsame Initiativen im Bereich Fairer Handel und nachhaltiger Entwicklung.

Lea Kessler was bis Juni 2026 Fachpromotorin für öko-soziale Beschaffung bei der BUND Kreisgruppe Koblenz. Bei Rückfragen können Sie sich an Dr. Sina Kowalewski, Netzwerkkoordinatorin des Eine Welt-Promotor*innen-Programms beim Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN e.V.) wenden.

Bildquelle: © Jennifer Zumbusch

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